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Twitter im Unternehmen

Aktuell ist der Microbloggingdienst Twitter in aller Munde. Alleine bei der Google News Suche zum Keyword Twitter lassen sich aktuell über 100.000 Artikel finden. Die Medien und die aktuellen Ergeignisse haben es geschafft, dass die Benutzerzahlen in Deutschland innerhlab kürzester Zeit explodiert sind. Wie kann man sich als Unternehmen dieser Entwicklung annehmen und möglichst viele positive Synergien erzeugen? Welche Vorteile und Nachteile bietet die Nutzung von Twitter?

Im Juni hatte der Dienst twitter.com bereits 1,8 Millionen Nutzer in Deutschland, was eine Verdopplung der Userzahlen seit dem April 2009 bedeutete. Ironischerweise sind mehr weibliche als männliche Nutzer zu diesem Zeitpunkt laut projektwerk angemeldet gewesen, was dem eigentlichen Trend im Internet irgendwie wiederspricht was das Verhältnis angeht. Und bisher scheint es so dass dieser Trend anhält.
Durch diese hohen Nutzerzahlen und Art der Kommunikation ergeben sich für Firmen viele Möglichkeiten, um Kunden zu gewinnen und zu binden und um interne Kommunikationswege zu vereinfachen und zu verbessern.
Stellen wir uns vor wir haben die Softwareschmiede „Super-Software-Entwicklung AG“ mit mehr als 200 Mitarbeitern und einigen eigenen Frameworks die teilweise Produktiv beim Kunden eingesetzt werden und sich teilweise in der internen Testphase befinden.

Für die Kundengeschäftsbeziehungen ergeben sich unter anderen die 3 kommerziellen Möglichkeiten

  • Informationen über Entwicklungsstände
  • Schnelle Informierung über Sicherheitslücken
  • Neukundenakquise durch Aktionstage (zum Beispiel wie bei apfelnews)
  • Informationen über Veranstaltungen und Seminare in der Nähe

Man könnte dies natürlich auch über E-Mails erledigen, jedoch ist es wahrscheinlich schneller wenn der Kunde ein Follower ist ihn über mögliche Ereignisse zu informieren, zudem können auch mögliche Kunden, die nicht auf einem Mailverteiler stehen, sehen was sich innerhalb der Firma abspielt.

Intern existieren jedoch einige bessere Möglichkeiten. In praktisch jeder Firma existiert irgendein Kommunikationsstandart, sei es Skype, ICQ, Jabber oder sonst irgendetwas. Die meisten Clients können sogar mehrere Protokolle zusammen nutzen. Gerade in der internen Betaphase ist es wichtig, dass Tester und Entwickler nah zusammenarbeiten, jedoch hat das meist den negativen Einfluss, dass man alle paar Minuten über eins der oeben genannten Messageprotokolle gefragt wird, ob man den Fehler denn schon lokalisiert hat und wie lange das beheben noch in Anspruch nehmen wird. Diese Kommunikation ist nicht nur Nervig, sonden verzögert durch den Ablenkungen den Prozess um einiges. Wenn dann noch mehrere Tester auf eine Fehlerbehebung warten kommt man gar nciht mehr zum Entwickeln.

Das Microblogging schafft in solchen Fällen die perfekte Abhilfe. Im Idealfall wird zu dem Bugreport gleich noch ein eindeutiger Hashtag (ein mit # beginnendes Wort der es möglich macht eine Nachricht einem Thema zuzuordnen) und jeder kann sich einen Alert auf diesen Tag einrichten. Der Workflow für den Programmierer ändert sich zwar etwas, aber Einträge wie „#bug01 Fehler wird analysiert“, „#bug01 Fehler gefunden, logisches Problem in Methode xyz“ und „#bug01 Fehler behoben und Commited in Revision xxx – Binaries befinden sich unter …“ ist doch um einiges entspannter zu schreiben als lauter Chatprotokolle offen zu haben. Der Vorteil liegt auch darin, dass sich jeder jederzeit über den Status informieren kann und der Entwickler das tun kann wofür er bezahlt wird.

Soviele Vorteile ein Dienst wie Twitter bietet, so viele Risiken ergeben sich auch auf der anderen Seite. Was passiert, wenn ein Mitarbeiter ein wenig zuviel über die Firmeninterna preis gibt, wie zum Beispiel schon im Bundestag geschehen. Auf der anderen Seite kann es natürlich auch genauso geschehen wie bei Trendopfer.

Ich finde, dass sich ein Microbloggingdienst innerhalb einer Firma sehr bezahlt machen kann. Wenn man die Geschäftsbeziehungen pflegen will und Feedbacks von den Kunden empfangen möchte sollte sich jede Firma unbedingt darüber Gedanken machen, ob man Twitter einsetzen kann. Für die interne Kommunikation bietet sich Twitter nicht an, unter anderen wegen ihren Datenschutzbestimmungen, in diesem Falle sollte ein privater Microbloggingdienst genutzt werden.

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