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OMTalk in der Uckermark

Seit einiger Zeit habe ich es mir abgewöhnt über jede Konferenz einen Recap zu verfassen. Die meisten Konferenzen haben ausreichend viele, die über die Inhalte berichten, so dass meine Beiträge keinen Mehrwert mehr liefern würden. Beim OMTalk in der Uckermark handelt es sich jedoch um eine besonderes Konzept, weswegen ich meine Erlebnisse und Erkenntnisse niederschreibe.

OMTalk

Der OMTalk fand in dieser Art zum zweiten Mal statt, nach der letztjährigen Fahrt nach Usedom ging es dieses Mal in die Uckermark. Doch wie beschreibt man am besten was der OMTalk ist? Ich glaube man kann es am besten mit dieser Methapher ausdrücken: Wenn die SEO Campixx das Klassentreffen der SEOs und Online Marketer ist, dann ist der OMTalk die Klassenfahrt. Bei der Veranstaltung in der Uckermark, die auch dieses mal wieder von Soeren organisiert wurde, versammeln sich eine Gruppe von Online Marketern der unterschiedlichsten Disziplinen um eine Woche lang zu fachsimpeln, sich kennen zu lernen und eine Menge Spaß zu haben. Dieses Mal haben sich über 30 Verrückte für das Event in der Uckermark, für das eigens das Herrenhaus Lübbenow gemietet wurde, zusammengefunden. Im Gegensatz zum ersten OMTalk war Voraussetzung, dass jeder Teilnehmer einen Vortrag vorbereiten und halten musste. Damit wurde sichergestellt, dass neben dem Networking auch die Weiterbildung nicht zu kurz kommt. Für die Entspannung sorgten die Turnhalle, das Schwimmbad und die Sauna auf dem Gelände.
Was sich nach wenigen Sätzen nach einem spannenden Setup anhört entwickelte sich zu einer extrem intensiven Woche. Denn neben langsamen Internet hatte man eigentlich keine Möglichkeit irgendetwas in der Nähe zu unternehmen.

Meine Learnings

Über die Inhalte der einzelnen Sessions werde ich nichts schreiben. Das hat den Grund, dass diese meist sehr detailliert und persönlich waren und ich respektiere wenn jemand Insights heraus gibt, dass diese nicht weiter getragen werden. Aber ich werde wie schon bei meinem Re:publica Recap ein paar Learnings teilen, die ich für mich mitgenommen habe.

Bringe deinen Koch mit

Die Woche in der Uckermark hat mich versaut… Ich werde vermutlich nie wieder ohne einen Koch verreisen können. Was für 12 Personen auf Usedom noch möglich war, schien eine unlösbare Aufgabe für 30 Personen in der Uckermark. Die Zubereitung von Essen für 30 Mann, deren Hunger gestillt werden soll, ich eine Mammutaufgabe. Zum Glück kam Soeren auf die Idee, dass wir einen Koch mit in die Uckermark nehmen könnten. Eine der besten Ideen ever. EVER. EVER!!!!
Mit Falk hatten wir für unsere Anforderung wohl die Bestbesetzung gefunden und konnten immer gut genährt in die Nachmittagssessions gehen.

Meide Knochenbrecherfußball

Hat eigentlich irgendjemand keine Blessuren von den Fußballspielen in der Turnhalle abbekommen? Obwohl ich jeden Zweikampf gemieden haben, waren Zusammenstöße, teilweise Schmerzhaft, praktisch unvermeidlich. Das nächste Mal müssen entweder weniger Spieler auf dem Platz stehen oder ich eine Schutzausrüstung anziehen. Davon mal abgesehen, dass das Spielen unheimlich viel Spaß gemacht hat und ausgezeichnet zum Kennenlernen war.

Pack den Hund ein

Zum Glück waren in der Uckermark Hunde erlaubt, so konnte ich auch mal meinem Mops auf Reisen mitnehmen. Gefühlt hat sie sich mit jedem angefreundet und diesen als Schlafunterlage genutzt. Daneben hatte Stefan noch seinen Hund dabei, was regelmäßig zu wilden Verfolgungsjagden der beiden führte, manchmal auch mit Verlusten. Ich glaube ein Tier kann in solchen Situationen als ausgezeichnete Ablenkung dienen.

Affiliate ist tot

Das ist weniger auf die Ereignisse und Entscheidungen der Netzwerke in den letzten Wochen bezogen, sondern ich habe wieder festgestellt, dass Affiliates nachwachsen müssen, weil die guten Affiliates Chancen erkennen und nutzen um nichts mehr von anderen Shops abhängig zu sein. Manchmal ist es eben besser ein weiteres Standbein aufzubauen, weil die Marge höher und die Abhängigkeit niedriger ist.

Nutze deine Zeit

Wenn du solch eine intensive Konferenz / Klassenfahrt besuchst, nehme dir im Anschluss die gleiche Zeit frei um deine Ideen direkt umzusetzen. Wenn du das nicht direkt nutzt, landet die Idee nur auf irgendeinem Zettel und verschwindet.

Fazit

Ich konnte aus der Woche natürlich noch einiges mehr mitnehmen, aber die Informationen wären teilweise zu detailliert. Ich war überrascht wie gut das OMTalk Konzept bei 30 Teilnehmern funktioniert hat. Ich hätte gedacht, dass es sehr viel Chaotischer ist, nachdem ich Usedom erlebt habe. Aber alle waren unheimlich diszipliniert und die Timetable wurde teilweise ziemlich genau eingehalten. Die Informativsten Dinge für mich sind jedoch nicht Bestandteil der Sessions gewesen, sondern im persönlichen Gespräch. Die Session eines Teilnehmers, gab jedoch immer einen guten Einstiegspunkt wenn man über etwas Diskutieren wollte. Gerade die Ruhe in der Schwimmhalle und Saune ließen das eine oder andere persönliche und intensive Gespräch zu. Leider war es manchmal jedoch etwas schwer, sich trotz der Größe zurückzuziehen.
Die Sessions hatten alle eine relativ hohe Qualität. Dabei möchte ich die einzelnen Vorträge nicht bewerten, es gibt Vorträge die für mich Thematisch interessanter sind als andere. Aber bei der Vielfalt an vertretenen Disziplinen ist dies ein sehr dankenswerter Zustand.
Abschließend kann man sagen, dass das Konzept der OMTalk genau das Format hat, in dem ich mir intensiven Austausch wünsche. Wenn ich die Kosten der Woche mit denen einer Fachkonferenz vergleich, liegt das Nutzen-Aufwand-Verhältnis deutlich über dem einer normalen Konferenz (Barcamps oder z.b. die Re:publica nehme ich hier bewusst raus, die sind preislich jedoch auch auf einer anderen Stufe). Aber dazu habe ich ja schon ausreichend in meinem Beitrag über Konferenzen und deren Probleme geschrieben.
Vielen Dank nochmal an alle Beteiligten und explizit an Soeren und Falk. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal!

Jens Altmann

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Jens Altmann bloggt auf gefruckelt.de regelmäßig über alle Themen, die ihn interessieren. Neben seiner Tätigkeit als Softwarearchitekt studiert er Wirtschaftsinformatik an der Uni Potsdam.

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