Skip to content

Wahlprognose 2.0

Wirklich alles ändert sich. Das Internet erreicht immer mehr Menschen, Breitbandanschlüsse vermehren sich explosionsartig und neue Technologien berreichern unser virtuelles Leben. Nachdem sich Spamer schnell an die neuen Möglichkeiten zu schaffen gemacht haben versucht das Web 2.0 auch ein Upgrade bei den Wahlprognosen durchzuführen.

Neben den üblichen, im wahren Leben durchgeführten, Sonntagsfragen – scheinen die Möglichkeiten im World Wide Web schier grenzenlos wie man mit wenig Aufwand Wahlprognosen erstellen kann.
Am gebräuchlisten sind wohl ganz einfache Onlinepolls, wobei diese Onlineumfragen sehr anfällig für Manipulationen sind. Eine sehr bekannte ist die Umfrage im Studivz bei denen sich vorallen Junge Menschen an der Umfrage beteiligen. Die Umfragen werden immer wöchentlich ausgewertet. Interessant an dieser Zielgruppe ist, dass aktuell ein sehr großer Teil der Piratenpartei ihre Stimme geben würde und die FDP nach der CDU die drittstärkste Kraft wäre dicht gefolgt von der SPD und den Grünen. Die Linken spielen mit knapp 7% keine wirkliche Rolle. Bei der Umfrage in der letzten Woche sah das Ergebnis noch etwas anders aus. Dort lag bei über 111000 Stimmen die CDU mit 20 % hinter der Piratenpartei die 24% erreicht hat. Die SPD mit 15%, die FDP mit 12% und die Grünen und Linken mit jeweils 8% wurden entsprechend auf ihre Plätze verwiesen.

Passend zur Wahl hat Google aktuelle ein Wahltrendbarometer veröffentlich bei denen die Suchanfragen nach den Parteien und den Politischen Themen ins Verhältnis setzt. Durch den hohen Marktanteil kann man zumindestens bei den Politischen Themen sicher sein, dass die Themen Bildungspolitik, Familienpolitik, Steuerpolitik, Wirtschaftspolitik und Umweltpolitik wirklich in dieser Reihenfolge intressieren.

Die Redakteure von onlinemarktplatz.de haben versucht anhand der Anzahl der versteigerten Gegenstände die einer Partei Zuordbar sind eine Prognose aufzustellen. Diese Prognose gehört zwar eigentlich in die Kategorie Fun und ich finde sie haben es falsch ausgewertet – wenn kurz vor einer Wahl viele Artikel verkauft werden, drückt es wohl eher den Unmut aus, somit könnte man den Umkehrschluss ziehen, dass die Parteien mit den meisten Artikeln wohl die meisten Verluste erleiden werden und die mit weniger Artikel umgekehrt proportional die Stimmen gewinnen.

Was wäre aktuell eine Web 2.0 Technologie wenn es nicht auch irgendwas davon geben würde was mit Twitter zu tun hätte?
Auch bei Twitter ist es möglich zu wählen. Dienste wie Twitterwahl.de analysieren Parteienhashes und werten aus ob man sie gut (+) oder schlecht(-) findet. Jeder darf dabei nur einmal innerhalb eines bestimmten Zeitraums „wählen“. Mit Ausnahme der Piratenpartei spiegelt sich auch hier wieder das allgemeine Gesamtbild wieder.

Ich finde, dass Prognosen nicht mehr so genau sind wie Früher. Schon bei der letzten Bundestagswahl hat man erlebt dass die Prognosen um einige Prozent an den reallen Ergebnissen vorbei sind. Ich vermute, dass das vorallen an der kleinen Umfragemenge liegt und daran, dass wirklich viele noch unentschlossen sind welche Partei sie wählen. Ich bin sehr gespannt wie der wahre Einfluß der Piratenpartei und der Linken sein wird ob es nur ein kurzer Hype ist.

Für alle die noch nicht Wissen wem Sie wählen sollen, denen kann ich nur den Wahl-O-Mat nahe legen.
Eine nicht abgegebenen Stimme ist eine verschwendete Stimme.

Interessante Artikel

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentiere diesen Artikel als erstes!

Kommentiere den Artikel

Required

Required

Optional