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Facebook und die Gefahr des Veröffentlichen

Über 25 Millionen Deutsche besitzen einen Account bei Facebook und ein hoher Prozentsatz dieser nutzt die Soziale Plattform mindestens einmal in der Woche. Auch für mich ist Facebook das Social Network, in dem ich am aktivsten unterwegs bin und in dem ich mein größtes Netzwerk pflege. Diese aktive Nutzung von Facebook birgt natürlich auch eine Menge Gefahren, die ich in diesem Artikel aufzeigen möchte.

Facebook

Im Jahre 2004 als thefacebook gestartet ist es mittlererweile die größte Social Community mit mehr als einer Milliarde Accounts weltweit. Das bedeutet dass rechnerisch jeder 7te Mensch bei Facebook angemeldet ist und dort chattet, Werbung betrachtet und Informationen über sich, sein Leben und seine Interessen preisgibt. Ich selbst teile regelmäßig Inhalte auf Facebook und achte stets darauf was ich publiziere und welche Personen diesen Status lesen können. Jedoch kennen nur die wenigstens die Möglichkeiten der unterschiedlichen Sichtbarkeitseinstellungen von Beiträgen, Bildern oder Videos. So kommt es, dass viele Nutzer einfach alles posten und damit natürlich jedem Tür und Angel öffnen persönliche Informationen zu erlangen.

Die Gefahren

Durch die Preisgabe von persönlichen Informationen kann man in allen Lebensbereichen schaden verursachen. Sei es durch unüberlegte Bemerkungen über den Arbeitgeber, Freunden oder Familie oder über Details, die eigentlich niemanden etwas angehen. Durch Facebook wurde ein System geschaffen in dem man nur bedingt kontrollieren kann wer der Empfänger einer solchen Nachricht ist und wer böses im Schilde führt kann sich diese Informationen zu nutze machen und Schaden verursachen. So könnten Einbrecher überprüfen, ob ein Haus- oder Wohnungsbesitzer im Urlaub ist oder man kann persönliche Daten nutzen um Betrug zu begehen.

Das Praxisbeispiel

Ich habe mir für diesen Artikel ein Profil meiner Facebook Freunde herausgesucht an dem ich präsentieren möchte welche Gefahren bestehen. Es handelt sich dabei um Ina (Name nicht geändert). Wieso gerade Sie? Es hätte auch jeden anderen treffen können. Sei es ein Karl K., Soeren E., Thomas W. oder einer der vielen anderen, die auf Facebook mit mir verknüpft sind. Bei Ina bot es sich einfach an, weil der 15te Februar ein besonderer Tag für Sie ist. Woher ich das weiß? Ich habe mir ihr Facebook Profil angesehen zudem liebt sie Link – das ist in der SEO Branche gar nicht so unüblich.
Ina mag Link
Der dritte Punkt wieso es sie getroffen hat ist, dass sie mit Ausreden versucht (zum Beispiel, dass ich gerade im Gespräch gewesen sei) auf keiner Konferenz mit mir das Gespräch zu suchen und das obwohl wir schon eine Menge virtuellen Kontakt hatten und sie bei der SEOkomm Tour 2011 uns Süßigkeiten gespendet hat. Wie soll man sich denn so bei ihr bedanken? Nach diesem Artikel wirst du mit mir reden müssen! Auf der Campixx und das gleich am ersten Tag – das hast du davon!

Die Vorbereitung

Nun kommen wir zum Vorgehen: Ich betrachtete also ihr Profil und mir fiel auf, dass der 15. Februar ein besonderer Tag für sie zu sein scheint. Ich schaute mir etwas ihre Timeline an und fand einen Post mit dem ich sie kompromittieren konnte. Ich informierte mich über das was auf dem Bild zu sehen war und dachte mir „Das ist es!“.
Und schon ging es los. Ich habe mir einen Zeitplan zurecht gelegt, mir zwei Erinnerungen in meinem Google Kalender angelegt und das Vorgehen genau geplant. Das dabei einiges schieflaufen kann war mir bewußt, aber ich wollte es durchziehen.
Ich kaufte am Dienstag alle benötigten Utensilien ein und legte los – es war schließlich mein aller erstes Mal, dass ich sowas machte.

Das Vorgehen

Der Post von Ina lautete wie folgt : „onomnomnom…ich hab übrigens ganz bald Geburtstag…also Eulentorte oder diese hier…das könnt Ihr selbst entscheiden ;-)“
Naja was soll ich sagen, ich nahm die Herausforderung getreu dem Motto „Challenge Accepted!“ an. Ich suchte das Rezept im Internet und wurde bei stasty.com fündig. Ein Kuchen in Form eines Rubik Würfels – das fand ich interessant für meinen ersten Versuch selbst etwas zu backen. Ich änderte das Rezept etwas ab, indem ich auf das Marzipan verzichtete, kaufte die Zutaten ein und fang an zu backen.
Als erstes habe ich die Backform ausreichend eingefettet und anschließend den Teig vorbereitet, portioniert und einzeln mit Lebensmittelfarbe und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angereichert.
Die Backform habe ich mittels Backpapier in 4 Zonen eingeteilt, damit die einzelnen Farben auch vernünfig voneinander aufgehen konnten. Die Punkte sind mir in meinen Augen ganz gut gelungen. Als ich den Kuchen dann nach circa 50 Minuten aus dem Ofen nahm habe ich die einzelnen Abschnitte für den Rubik Kuchen ausgeschnitten. Da zeigte sich das erste mal meine fehlende Erfahrung. Der blaue Bereich war viel zu klein und dadurch mit zuviel Kruste ummantelt und für den grünen habe ich definitiv zu wenig Farbe verwendet. Dadurch musste ich die einzelnen Stück mit der Kruste zu einem Würfel zusammensetzen. Anstatt der Marmelade fand ich es dann leckerere die einzelnen Stücke mit Schokolade aneinander „anzukleben“. Gesagt – getan. Ich habe die Schokoladenglasur erwärmt und sie langsam auf den Rändern verteilt – naja zumindestens so lange bis die Verpackung in meiner Hand explodierte und sich ein Großteil der Schokolade über eben jener und der Arbeitsplatte ergoss. Nachdem ich dann die Spuren des Attentats beseitigt hatte, habe ich den ersten Rubik Kuchen Prototypen fertig gestellt. Und naja, was soll ich sagen, er sah ähnlich nach einem Unfall mit Todesfolge aus wie die Arbeitsplatte nach der Schokoexplosion. Durch die wenigen verbleibenden Teigstücken, die noch sinnvoll verwendbar waren habe ich einen weiteren Rubik Kuchen erstellt. Ich finde das Ergebnis kommt schon näher an das Ziel, auch wenn es noch weit entfernt ist :-) Dieses befindet sich zumindestens aktuell auf den Weg zu Ina und wenn alles gut geht, dann sollte sie den Kuchen noch heute genießen können (oder wenigstens so tun als würde es schmecken was ich gebacken habe) – unter der Prämisse, dass die DHL pünktlich zustellt.

Hier noch eine kleine Bildershow über die Entstehung des Kuchens:
Vorbereitungen zum Färben des TeigsGrün gefärbter und aromatisierter TeigFertig ausgefüllte BackformFertig gebackener KuchenGeschnittener KuchenRubik Kuchen BauteileÜberreste der Schokoladenglasur ExplosionRubik Kuchen - die ErsteRubik Kuchen - die Fertigstellung

Fazit

Ina, es tut mir leid, dass ich dich als „Praxisbeispiel“ verwendet habe. Aber ich dachte mir dir auf diesen Weg zum Geburtstag zu gratulieren ist etwas kreativer als einfache ien Karte in das Paket zu stecken. Deswegen auch an dieser Stelle nochmal alles Gute, viel Erfolg im nächsten Lebensjahr und lass dir den Kuchen schmecken – auch wenn er nicht ganz wie die Vorlage aussieht, ich gelobe Besserung und werde weiter üben:-) Und nun musst du auf der Campixx mit mir reden, und falls ich mich mit jemand anderes unterhalte, dann stoß ihn weg! Falls ich gerade in einer Session speake, dann unterbreche diese und komem nach vorne gerannt.
Das soll auch genug der warmen Worte sein. Auch wenn dieser „Angriff“ vollkommen harmlos war und sicherlich bei den einem oder anderen erst einen kurzen Herzstillstand verursacht hat und dann zu einem schmuzeln geführt hat, so sollte man nichts desto trotz sich immer im Klaren sein, was man über sich veröffentlicht und sollte sämtliche Informationen bewußt preisgeben und nicht wahllos irgendwo streuen. Ich hoffe der Artikel hat ein wenig zum Nachdenken angeregt und euch gut unterhalten – vermutlich auch wegen meiner jämmerlichen Backkünste.

Jens Altmann

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Jens Altmann bloggt auf gefruckelt.de regelmäßig über alle Themen, die ihn interessieren. Neben seiner Tätigkeit als Softwarearchitekt studiert er Wirtschaftsinformatik an der Uni Potsdam.

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