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Ecato Entwicklerwettbewerb Auswertung – ein Erfolg?

Letzte Woche endete der 4-wöchige Entwicklerwettberwerb der von Ecato.de ins leben gerufen wird. Heute erschien die Auswertung. Wer ist der Gewinner? Hat sich der Wettbewerb jedoch für den Veranstalter rentiert? Hat er sich für die Entwickler gelohnt? Was kann man selbst aus dem Wettbewerb lernen, falls man einen Wettbewerb ins Leben rufen möchte?

Glückwunsch meinerseits an den Gewinner „wpShopping“ des Entwicklerwettbewerbs (anfangs gabe es eine Pattsituation zwsichen dem wpShopping und dem ecatoSimple Plugin). Mit ihrem Plugin haben sie die kompetente Fachjury überzeugt und der Sieger darf sich über den XPS PC von Dell freuen.
Für den Veranstalter hat sich der Ausruf eines Wettbewerbs aktuell sicherlich rentiert, sie haben für den Einsatz von 1500 Euro 5 einsatzbereite WordPressplugins erstellt bekommen für die man normalerweise wohl etwas mehr hätte hinlegen müssen (nicht zu vergessen die Vielzahl an Backlinks). Ob es sich auch in Zukunft rentiert und wirklich viele Ecato User diese Plugins auch einsetzen werden ist noch offen.

Davon hängt es auch ab, ob es sich für die übrigen Entwickler lohnt – die 5% Provision sind sicherlich sehr verlockend, jedoch kann man davon nur profitieren wenn viele die Plugins einsetzen und entsprechend viele Hits auf ihren Homepages verbuchen können. An Erfahrung haben jedoch sicherlich alle Entwickler gewonnen.
Das Hauptaugenmerk möchte ich jedoch darauf legen was man als Firma aus diesem Wettbewerb lernen kann.

Wie schon angesprochen sind die Backlinks und der „Rummel“ den man während eines solchen Wettbewerbs bekommt nicht zu vernachlässigen, jedoch sollte man dabei beachten, dass man dies relativ einfach beeinflußen kann.

Ein Namhafte Jury bringt sicherlich schonmal die ersten paar Besucher zum ausgeschriebenen Entwicklerwettbewerb, jedoch sollte man bei der Auswahl der Jury auf Kompetenz achten und vorallen und am aller wichtigsten : Die persönliche Einschätzung darf niemals 100% der Bewertung einnehmen. Man sollte jedem Juror eine Liste mit Punkten zur Verfügung stellen auf der bestimmte Punkte wie Benutzfreundlichkeit, Design sofern Vorhanden und ähnliches auf einer Skala bewerten werden können, damit der Veranstalter die Punkte besser gewichten kann. Auch ist es ganz wichtig zu definieren welche Projekte überhaupt bewertet werden dürfen (Siehe Kommentar der nachträgliche Upload war erlaubt, falls das Plugin rechtzeitig angemeldet wurde).

Das Hauptaugenmerk, dass von Ecato als „Hierbei werden unter anderem der Funktionsumfang und die Benutzerfreundlichkeit als wichtige Bewertungskriterien einfließen“ (Quelle) definiert wurde, konnte in diesem Fall von der Jury ausser acht gelassen werden (siehe Kommentare).
Wenn man der Jury jedoch zuviel Freiheiten gibt könnte es passieren, dass Teilnehmer gewinnen, die keinen eigentlichen Merhwert bringen :
Ich zeigte ja, dass im wpShopping Plugin wichtige Funktionen nicht korrekt implementiert waren und zudem auch noch debugausgaben erschienen. Die Jury könnte mit dem „möglichen Potenzial“ an den Bewertungskriterien vorbei reden.
Zum Thema Benutzerfreundlichkeit schreib Torsten Maue zum ecatoSimple Plugin „Negativ fiel mir nur auf, dass die Konfiguration teilweise etwas kompliziert ist.“.
Ich möchte mit diesen Beispielen nur aufzeigen wie wichtig es ist, dass eine Firma die einen Wettbewerb ins Leben ruft die gleichen Vorstellung vom Siegerplugin wie die Jury haben sollte.
Ich finde auch, dass man bei 5 Plugins ruhig zu jedem Teilnehmer eine kleine Bemerkung hätte schreiben können, damit die, die nicht gewonnen haben sich entwicklen und Vorschläge einbauen können.
Update : Dies hat das Ecato-Team in seiner Entscheidung nun nachgeholt. Ich kann es nun ja sagen, dass ich auch finde, dass wpShopping potential hat und schon gute Ergenisse hervorgebracht hat, aber dies beschrieb ich ja auch schon in meinem Pluginreview. Danke für die gesamten Kritiken und Anregungen.

Als Veranstalter sollte man zudem auch auf jeden Fall auf den Zeitpunkt der Ausschreibung achten. Mitten in den Weihanchts- oder Sommerferien einen Contest auszurufen bringt eher weniger Beachtung. Die Entwicklungszeit von einen Monat ist für eine Hobbyzielgruppe ausreichend. Wenn man jedoch andere Firmen als Zielgruppe in Betracht zieht soltle man denen genügend Zeitlassen einen Puffer für ihre Mitarbeiter zu schaffen – in diesem Fall machen 2 Monate wohl Sinn, länger sollte es jedoch auch nicht sein, weil es sonst hinausgeschoben wird.

Ich denke wenn man diese Punkte beachtet kann ein solcher Wettbewerb ein Riesenerfolg werden und man kann viele interessante und neue Geschäftspartner kennenlernen.
Ich werde sicherlich noch einige Plugins für Ecato schreiben, ihre Anmerkungen miteinpflegen und vielleicht lohnt es sich ja schon nach kurzer Zeit. Bei weiteren Wettbewerben werde ich es wohl von der Jury abhägig machen, ob ich lieber ein keep-it-simple Plugin erstelle, weil die Jury bunte Grafiken schöner findet, oder nochmal ein Plugin schreiben werde dass in 1 Sekunde aus 100000 Artikelphrasen den Artikel aus einem Post herauspickt der am genausten definiert ist.

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Kommentare

4 Kommentare

  1. Danke für den ausführlichen Beitrag. Auch wir haben eine Menge bei diesem Wettbewerb dazugelernt. Die Komponente Zeit ist dabei sicher mit am ausschlaggebensten. Unabhängig davon, ob der Wettbewerb über Weihnachten und Neujahr lief (wo ja einige durchaus mehr Zeit hatten als sonst), würde ich einen solchen Wettbewerb künftig auch mit 6-8 Wochen ansetzen. In der Zeit muss sich der Wettbewerb ja zum Einen rumsprechen und zum Anderen müssen die Entwickler auch neben ihrer sonstigen beruflichen und privaten Tätigkeiten Zeit finden können. Diesen Umstand hatten wir wohl etwas unterschätzt.

    Dennoch muss ich noch mal betonen, dass alle bewerteten Plugins bis zur offiziellen Frist eingereicht wurden. Wir haben dazu entsprechende Emailbenachrichtigungen aus unserem Kundenbereich erhalten. Dass sich an den Dateiarchiven auch danach noch etwas geändert hat, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Auch „wpShopping Lite“ wurde sogar bereits einige Zeit vor dem Ende der Einreichungsfrist angemeldet, nur zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Namen „vxwpProductviewer“. Um die Nutzer, die erst später auf das Plugin aufmerksam werden, nicht zu verwirren, haben wir bei den Bewertungen den aktuellen Namen verwendet.

    Zur Jury will ich noch ergänzen, dass es durchaus von uns so gewollt war, dass jeder Juror seine eigenen Kriterien und Schwerpunkte in die Bewertungen einbringt. Anderenfalls hätten wir ja auch auf die Jury verzichten können. Alles in allem, sind wir sehr zufrieden mit dem Endergebnis und freuen uns auf die weitere Entwicklung!

  2. admin Januar 25, 2010

    Vielen Dank für die Einschätzung. Wenn nachträgliches ändern erlaubt war und nur die eigentliche Anmeldung bis zum 18ten erfolgen musste ist es okay. Ich dachte der Upload in der finalen Version muss bis dahin auch erfolgt sein. Auch die Information, dass die Juroren keine direkten Vorgaben hatten ist mir bis dato natürlich unbekannt gewesen.

    Danke für die Informationen

  3. Sergej Müller Januar 26, 2010

    admin, ich beziehe mich auf deinen Kommentar. Deswegen lohnt sich immer vor dem Publizieren eines Beitrags erst Informationen einzuholen, Christian Boris stellt diese gerne jederzeit bereit – wie der Jury, so der Bloggerpresse. Dann ist der Artikel auch nicht zu Hälfte durchgestrichen und stellt einen echten Mehrwert dar.

  4. admin Januar 26, 2010

    Es stimmt natürlich, dass man sich vorher gut informieren sollte, wie ich es ja auch getan habe, aber eben so, als würde ein Außenstehender das Ereignis reflektieren. Ich bezog mich in meinen Anmerkungen auf Zitate innerhalb des Blogs. Ich werde den durchgestrichen Teil entfernen und meine Anemrkungen zu den Kommentaren umformulieren.

    Vielen Dank für den Kommentar

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